Registrierung von Vorkommen gebietseigener Gehölze

Sie können als Erntebetrieb oder Baumschule Vorkommen gebietseigener Gehölze beim FfV registrieren lassen und so eine Identnummer für Ihre Erntevorkommen erhalten. Bitte lesen Sie die folgenden Zeilen sorgfältig durch, bevor Sie einen Registrierungsbogen ausfüllen und absenden. Die Registrierung ist für Sie bis auf Weiteres kostenlos.

Bedingungen für die Registrierung und Verpflichtungen des Antragstellers:

Der Antragsteller lässt das Vorkommen nach eigenem Ermessen und bestem Wissen und Gewissen registrieren. Er hat dafür Sorge zu tragen, dass:

1. Vorkommen, welche nicht gebietseigen sein können, nicht registriert werden. Dazu zählen z.B.:
a.) Vorkommen aus Straßenbegrünung oder Flurbereinigung, die nach 1955 entstanden sind.
b.) Ortsnahe Vorkommen mit einem Abstand von weniger als 200 Metern zur nächsten Siedlung (Einzelgehöfte irrelevant).
c.) Vorkommen, die augenscheinlich und offensichtlich jünger als 50 Jahre alt sind. Begründete Ausnahmen (z.B. Sambucus racemosa) sind zulässig.
d.) Vorkommen, bei denen Individuen auffällige Merkmale aufweisen (z.B. rote Blätter).
2 .Der Antragsteller regelt die Geschäftsbeziehung mit dem Grundstückseigentümer oder den Gemeinden etc. in eigener Verantwortung.
3. Der Antragsteller kümmert sich eigenverantwortlich um eine Zulassung durch die zuständigen Behörden, wenn deren Zuständigkeit geregelt ist. Im Falle einer behördlichen Zulassung oder Aberkennung teilt er dieses dem FfV formlos und unverzüglich mit.
4. Die Registrierung gilt ausschließlich für gebietseigene Gehölze und NICHT für Arten, die dem FoVG unterliegen.

Bewusst falsch deklarierte Vorkommen sind unbedingt zu vermeiden, da im Falle einer Prüfung bereits ausgestellte Zertifikate aberkannt werden.

Erläuterungen zum Registrierungsbogen und zu den Bedingungen:

Botanische Art: Tragen sie hier die Art nach bestem Wissen und Gewissen, notfalls nach Prüfung, ein (z.B. ein- / zweigriffeliger Weißdorn) und verwenden Sie den Artnamen, unter welchem Sie die Ware verkaufen.
Anzahl Individuen: Hier ist zu beachten, dass Vorkommen mit weniger als 20 Individuen aufgrund der Absicht der Erhaltung der genetischen Vielfalt kritisch sind. Saatgut dieser Vorkommen sollten grundsätzlich nur in Mischungen mit Absaaten anderer Vorkommen vermarktet werden.
Geographische Koordinaten:  Verwenden Sie bitte ausschließlich das Google Maps Format, damit ein einheitlicher Standard gewährleistet ist. Zur Feststellung der Koordinaten des Mittelpunktes Ihres VK klicken Sie mit der Maus auf die Karte und lesen Sie die Koordinaten in dem sich öffnenden Info-Fenster ab.
Bundesland: Diese Angabe wird zu Erstellung der Identnummer verwendet.
Vorkommensgebiet (1 bis 6): Diese Angabe wird zu Erstellung der Identnummer verwendet und ist für die Vermarktung verbindlich. Sonderfall Samenplantagen: Wenn Sie eine Samenplantage außerhalb des Vorkommensgebietes, aus dem die Klone stammen, angelegt haben, verwenden Sie bei der Angabe des Vorkommensgebietes das VK-Gebiet, aus welchem die Klone stammen und fügen Sie eine kurze Erläuterung ein, denn Sie möchten unter diesem VK-Gebiet vermarkten.
Alter: Die Altersangabe ist gefordert, aber oftmals nicht sicher abzuleiten. Tragen Sie daher bei Unsicherheit „unbekannt“ ein. Das genaue Alter wird eventuell im Rahmen der behördlichen Zulassung festgestellt. Die Vorgabe des Gesetzgebers lautet 50 Jahre. Dies ist für die meisten Arten vernünftig und sinnvoll. Bei kurzlebenden und oftmals spontan auftretenden Arten wie Sambucus racemosa sind selbstverständlich jüngere Vorkommen zulässig.
Entstehung: Auch über die Angabe der Entstehung kann oftmals nur gemutmaßt werden, notfalls bitte „unbekannt“ eintragen.
Art des Vorkommens : Diese Angabe ist für die Überprüfbarkeit im Rahmen eines Kontrollfalles sehr bedeutsam. Im Falle von kompakten Vorkommen sind kaum Probleme zu erwarten. Bei zerstreuten, großen Vorkommen können jedoch Probleme entstehen, wenn einzelne Teilvorkommen z.B. nicht erfasst sind (Vergleich R-Probe aus der Ernte <-> Proben aus dem VK-Gebiet). Bitte markieren Sie die Lage der Teilvorkommen gewissenhaft auf der beigefügten Karte.
Zulassung: Aufgrund der noch nicht in allen Bundesländern abschließend geklärten Zuständigkeit der Behörden sollten Sie sich nach den Gegebenheiten des jeweiligen Bundeslandes richten. Wenn eine behördliche Zulassung möglich ist, sollten Sie das Verfahren selbständig und unverzüglich in Gang setzen und dem FfV die behördlich vergebene Identnummer mitteilen. Möglicherweise kann jedoch auch die vom FfV vergebene Nummer beibehalten werden.
Eigene Schlüssel- / Ident-Nummer: Die meisten Erntebetriebe führen bereits ein eigenes Register. FfV kann und will diese Nummern oder Ortsbezeichnungen gerne in der Datenbank aufnehmen. Dazu steht ein Textfeld mit 255 Zeichen (Buchstaben und Ziffern) zur Verfügung.
Ist eine Freigabe der Daten über das Vorkommen erlaubt? Die meisten Erntebetriebe haben langjährige Beziehungen zu den Grundstückseigentümern und pflegen ihre Erntevorkommen. Daher werden die Koordinaten oder sonstige Daten standardmäßig NICHT an Dritte weitergegeben, sondern verbleiben ausschließlich in der Datenbank des FfV und werden erst im Rahmen eines Kontrollfalles relevant. Sollte Ihrerseits ein Interesse an einer öffentlichen Bekanntgabe bestehen (Verpachtung einer SPL), so kreuzen Sie JA an, andernfalls NEIN. FfV oder ISOGEN hat definitiv kein eigenes Interesse an einer Veröffentlichung.
Identnummer im FfV-Register: Die Identnummer wird analog zu den Registerzeichen für FoVG-Vermehrungsgut vergeben bzw. codiert. Dies geschieht nach folgendem Schlüssel:

BBZ  AAA  VV  NNNK, dabei bedeutet:
BB     = Schlüsselnummer für das Bundesland.
Z        = Schlüsselnummer der zulassenden Stelle, bei gG immer die 6.
AAA  = Schlüsselnummer für die Art (Artenschlüssel der Landesbehörden).
VV     = Vorkommensgebiet 1 bis 6, Eingabe 10 bis 60 damit eine behördlich vorgegebene Untereinteilung z.B. 6.1 auch aufgenommen werden kann.
NNN = Nummer des Vorkommens innerhalb des Bundeslandes. 999 Vorkommen / Art und Bundesland können so erfasst werden.
K        = Kategorie bei gG immer die 6.

Registrierungsbogen für gebietseigene Gehölze und Bedingungen / Erläuterungen sowie Artenschlüssel herunterladen

Zuletzt geändert am 8. August 2017