Welche Kosten entstehen dem Waldbesitzer?

Bei der Entwicklung des Verfahrens wurde besonderer Wert auf geringe Kosten und minimale bürokratische Anforderungen gelegt. Es wird davon ausgegangen, dass die Baumschulen den zusätzlichen finanziellen und bürokratischen Aufwand an den Waldbesitzer weitergeben können.

Als Grundlage für die Preisermittlung dient die Ausbeute an produzierbaren Forstpflanzen pro KG Saatgut, welche selbstverständlich von Art zu Art aufgrund von unterschiedlicher Größe der Körner und unterschiedlicher Keimfähigkeit variiert. Beim Einsatz von 3.000 Pflanzen pro ha ergibt sich auf diese Weise eine Belastung zwischen 5,- € bis 8,- € pro ha gepflanzte Kulturfläche. Handelsschritte und interne Kosten verteuern das Verfahren geringfügig:

Eine Beispielrechnung:

  • Eine Erntebetrieb erntet und zahlt 400,- € für das Erntezertifikat einer Partie Douglasien-Saatgut. Er verkauft die Partie vollständig an eine Baumschule, welche 400.000 Pflanzen erzeugt.
  • Für das Saatgutzertifikat zahlt sie 400,- €. An internen Kosten werden für die beiden Betriebe je 50,- € angenommen. Damit liegt die gesamte Kostenbelastung bei 900,- €.
  • Pro Pflanze ergeben sich Kosten von 0,225 Cent. Bei der Pflanzung von 3.000 Bäumen / ha sollte der Waldbesitzer 6,75 € zusätzlich zahlen.
Aus dem Beispiel wird deutlich, dass jeder zusätzliche Handelsschritt und die jeweiligen internen Kosten die Pflanzen ein wenig verteuern. Dies ist einerseits notwendig, um die Kosten des Verfahrens möglichst gerecht zu verteilen, andererseits ist es ein Nebenziel des Verfahrens, die Transparenz für den Waldbesitzer zu erhöhen. Das „Durchhandeln“ von Forstpflanzen über mehrere Betriebe führt jedoch zur Intransparenz.

Zuletzt geändert am 7. August 2017